Häufige Fragen zum Testamentvollstrecker

Testamentvollstreckung

Ja. Zunächst einmal kann der Erblasser eine Person seines Vertrauens bestimmen, die er mit Verfügungsbefugnissen ausstattet für die Zeit nach seinem Tod.

Der Testamentvollstrecker ist eine Person, die nach dem Tod des Erblassers seinen Willen weiter zur Geltung bringt.

Der Testamentvollstrecker setzt den Nachlass auseinander und erfüllt die Vermächtnisse, ohne dass i.d.R. Streit zwischen den bedachten Personen entsteht.

Er überwacht die Anordnungen des Erblassers.

Der Testamentvollstrecker schützt den Nachlass vor Personen, denen die nötige Sachkunde fehlt sowie vor dem Zugriff Dritter (Sozialhilfebehörden, private Gläubiger, auch vor unterhaltsberechtigten Personen).

Testamentvollstrecker, den brauche ich doch nicht, könnte der erste Gedanke sein. Der Erblasser sollte die Anordnung einer Testamentvollstreckung jedoch in folgenden Fällen unbedingt in Erwägung ziehen:

Der Erblasser möchte eine Auflage oder ein Vermächtnis testamentarisch anordnen und die Durchführung seines Willens von einem Testamentvollstrecker überwachen lassen.

Der Erbe ist überschuldet, weshalb der Erblasser seinen Nachlass vor dem Zugriff der Eigengläubiger des Erben schützen möchte.

Der Erbe ist minderjährig, weshalb eine Verwaltungstestamentvollstreckung sinnvoll ist (Dauertestamentvollstreckung bis zur Vollendung eines bestimmten Lebensalters).

Ein neutraler Testamentvollstrecker soll zur Abwicklung des Nachlasses angeordnet werden zur Vermeidung von Erbstreitigkeiten.

Wenn Sie die Nachfolge Ihres Unternehmens regeln wollen bzw. sofortiger Handlungsbedarf besteht bei gesellschaftsrechtlichen  Beteiligungen.

Die Erben sind geschäftlich unerfahren und verfügen noch nicht über die erforderliche Sachkunde oder Erfahrung.

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